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Hilfe,ein Bienenschwarm!

Bei Schwärmen in Voerde helfe ich Ihnen (wenn möglich) gerne. Rufen Sie mich unter Tel.: 02855 8999632 bzw. 923512 an.
Sonst wenden Sie sich an die Imker im Imkerverein Dinslaken.
www.imkerverein-dinslaken.de.

Zwei Tage mit einem Schwarm - 21.-22.05.2007

Ein kleiner Erfahrungsbericht von Familie Melcher. Die Bilder stammen nicht von dem beschriebenen Schwarm. Sollte Ihnen selbst ein solcher Schwarm begegnen zögern Sie nicht den Imker Ihres Vertrauens anzusprechen.

Und auf einmal war da ein lautes Summen und Brummen in der Luft. Zunächst glaubten wir an ein Flugzeug, so ein Leichtmotordings, wie sie vom Flugplatz „Schwarze Heide“ starten. Aber dann sahen wir sie: Bienen!!!

Nicht 5 oder 10, nein, es waren hunderte, tausende Bienen, die da über unserem Garten kreisten. Wir flüchteten erst einmal ins Haus, wo wir Fenster und Türen verbarrikadierten, da wir befürchteten, dass die Bienen auf uns losgehen könnten.

Nach und nach wurde das Gesumme weniger, und die Bienen schienen sich zurückzuziehen. Wo waren sie hin?

schwarmNach einer halben Stunde wagten wir uns schließlich wieder nach draußen und hielten Ausschau nach unseren neuen Haustieren. Wir entdeckten sie schließlich ganz oben in etwa 15 Metern Höhe auf einem Laubbaum, wo sie sich am äußersten Ast zu zwei großen Haufen zusammengerottet hatten.

Einzelne flogen noch herum, aber lange nicht so viele wie vorher. Wir waren zunächst etwas ratlos, was mit den Bienen geschehen würde und stöberten für Infos im Internet, wo wir auch die Seite des Dinslakener Imkerverbandes fanden.

Schnell angerufen und kurze Zeit später hatten wir die Vorsitzende des Imkervereins bei uns zu Besuch, die sich ‚unsere’ Bienen mit Hilfe eines Fernglases näher betrachtete.

Sie schätze die Anzahl auf etwa 15.000(!) Bienen und vermutete, dass sie einem Imker ausgebüchst waren, um sich als Schwarm, und somit als neues Volk, irgendwo anders häuslich niederzulassen. Aber warum gerade bei uns im Garten?

Und dann an einer Stelle, wo man unmöglich herankam, auch nicht mit einer Leiter, da man diese nirgendwo in der Nähe der Bienen hätte anlehnen können. Auch die spontane Idee, die Feuerwehr um Hilfe zu bitten, verwarfen wir gleich wieder, denn sie wäre mit einem Leiterwagen gar nicht erst in unseren Garten gekommen. Schließlich holte die Imkerin einen mitgebrachten Bienenkorb aus ihrem Auto, den sie an einem vor Regen und Sonne geschützten Platz aufstellte. Sie hoffte, die umherfliegenden Bienen würden den Korb finden, dem übrigen Schwarm davon berichten und ihn als neue ‚Wohnung’ akzeptieren.

Wir waren da ja mehr als skeptisch. Ob das klappen würde?

Am nächsten Morgen eilten wir als erstes nach draußen, um “unseren” Schwarm zu bestaunen. Waren sie noch da? Ja, aber nicht, wie erhofft im Korb, sondern immer noch hoch oben im Baum, wo sie sich zu einem Riesenhaufen, in Form eines Kokon, formiert hatten. Anscheinend hatten sie den Bienenkorb noch nicht entdeckt.

schwarmfangkisteGegen Mittag kam die Imkerin wieder vorbei und postierte den Korb in unmittelbarer Nähe des Baumes. Außerdem stellte sie ein weiteres Behältnis auf, in dem schon einmal ein Bienenvolk gewohnt hatte.

Sie hoffte, die Bienen würden durch den Geruch nach Wachs angelockt werden.

Aber auch im Laufe des Nachmittags, wir gingen natürlich häufig nachschauen, tat sich nicht viel im Bienenlager. Wie lange würde der Spuk wohl noch dauern?

Die Imkerin hatte uns erklärt, dass Bienen für ca. 3 Tage Proviant(Honig) aus ihrem alten Stock in ihrer Honigblase mitführten und ohne den Schutz eines Bienenstockes und Betreuung durch einen Imker/in wenig Überlebenschancen haben. Also los, ihr Brummer, dachten wir, rein in eine der neuen Behausungen.

Aber die Bienen dachten nicht daran, sich vom Baum wegzubewegen.

Bis plötzlich wieder dieses megalaute Summen und Brummen da war – und dann flogen sie wieder und kreisten erneut über unserem Garten – diese tausend und abertausend Bienen, genau wie am Tag zuvor! Hatten sie die Bienenkörbe entdeckt?

Wir rannten nach draußen, aber da waren sie bereits weg, bis auf wenige, die anscheinend den Abflug verpasst hatten. Die Übrigen waren auf und davon, auf Nimmerwiedersehen. Wir waren sehr enttäuscht.

Auch die Imkerin, die kurz darauf noch einmal vorbei kam, war ein wenig traurig, dass die Bienen keinen der beiden Körbe als neue Behausung angenommen hatten. Aber einen Versuch war es wert und ein außergewöhnliches Erlebnis.

Wir hoffen sehr, dass die Bienen irgendwo einen geeigneten Unterschlupf gefunden haben. Wir haben jedenfalls eine Menge über Bienen gelernt und nun auch weniger Angst vor ihnen als vorher, denn gestochen hat uns keine! Ob die Biene Maja wohl auch dabei war...?

Bei Schwärmen in Voerde helfe ich Ihnen (wenn möglich) gerne weiter. Rufen Sie mich unter Tel.: 02855 8999632 bzw. 923512. Sonst wenden Sie sich an die Imker im Imkerverein Dinslaken.
www.imkerverein-dinslaken.de.